30 Okt
Schlitterpartie mit bitterem Ende
SV Wahnebergen unterliegt Etelsen III mit 1:6
03 Nov
TSV Bierden II - SV Wahnebergen 1:1
SV Wahnebergen trotzt dem Topteam einen Punkt ab!
Was für eine kämpferische Leistung des SV Wahnebergen! Trotz extrem angespannter Personallage und denkbar schwieriger Voraussetzungen erkämpfte sich unsere Mannschaft beim TSV Bierden II einen hochverdienten Punkt. Gegen eines der Topteams der Liga, das mit Blick auf den Aufstieg ganz andere Ambitionen verfolgt, zeigte der SVW eindrucksvoll, was mit Leidenschaft, Zusammenhalt und einer gehörigen Portion Herzblut möglich ist. Am Ende stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel – und mit etwas mehr Konsequenz wäre sogar noch mehr drin gewesen.
Die Voraussetzungen hätten dabei kaum schwieriger sein können. Aufgrund von Urlaub, Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen (Schichtdienst) standen gerade einmal zwölf Spieler zur Verfügung. Eine Verlegung der Partie kam für den TSV Bierden trotz rechtzeitiger Nachfrage leider nicht infrage, sodass der SVW mit einem entsprechend dünnen Kader die Reise antreten musste. Eine besondere Rolle kam dabei Niklas Fahrenholz zu: Der Co-Trainer der vergangenen Saison, der seine Fußballschuhe eigentlich schon längst an den Nagel hängen wollte, musste nicht nur aushelfen, sondern gleich über die kompletten 90 Minuten im Sturm ran. Fußball-Rente? Zumindest an diesem Sonntag erst einmal aufgeschoben!
Von den unterschiedlichen Voraussetzungen war auf dem Platz allerdings erstaunlich wenig zu sehen. Bierden hatte zwar erwartungsgemäß mehr Ballbesitz, doch Wahnebergen hielt mit enormem Einsatz dagegen, warf sich in jeden Zweikampf und verteidigte mit großer Leidenschaft. Jeder Spieler arbeitete für den anderen und machte es den Gastgebern extrem schwer, zu klaren Torchancen zu kommen.
Dennoch ging Bierden mit einer 1:0-Führung in die Halbzeitpause. Vorausgegangen war ein Freistoß, dessen Entstehung durchaus kurios war. Der Schiedsrichter platzierte zunächst die Mauer – was normalerweise bedeutet, dass der Ball erst nach seinem Pfiff freigegeben wird. Gleichzeitig gab er jedoch zu verstehen, dass der Ball bereits frei sei. Während Keeper Senff noch damit beschäftigt war, die Mauer korrekt zu stellen, schlug der Bierdener Schütze zu und versenkte den Ball sehenswert im Winkel der Torwartecke. Ein schöner Treffer, dessen Entstehung zumindest für reichlich Verwunderung sorgte.
Offensiv fehlten dem SVW in der ersten Hälfte noch die ganz großen Möglichkeiten. Einige Halbchancen waren durchaus vorhanden, wurden aber nicht konsequent genug zu Ende gespielt. Die Mannschaft blieb dennoch ruhig, hielt an ihrem Spiel fest und ließ sich auch vom Rückstand nicht aus der Bahn werfen.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Wahnebergen schließlich für den couragierten Auftritt. Dima Seibert übernahm bei einem Freistoß von der rechten Sechzehnerkante die Verantwortung und brachte den Ball flach in Richtung lange Ecke vor das Tor. Dort ging die Hereingabe an Freund und Feind vorbei und landete tatsächlich direkt im Netz – 1:1! Der umjubelte Ausgleich war der verdiente Lohn für einen starken Mannschaftsauftritt.
In der Folge blieb das Bild weitgehend unverändert: Bierden hatte mehr vom Ball, biss sich an der leidenschaftlich verteidigenden Wahneberger Mannschaft aber immer wieder die Zähne aus. Ob ein Bein, ein ganzer Körper oder einfach ein Spieler, der sich in den Schuss warf – irgendein Wahneberger war immer zur Stelle. Die Defensive arbeitete geschlossen und ließ nur wenig wirklich Zwingendes zu.
Doch nicht nur hinten wusste der SVW zu überzeugen. In der Schlussphase boten sich sogar Möglichkeiten, die Partie komplett auf den Kopf zu stellen. Nach einer Hereingabe von Kevin Hikade fehlten Niklas Fahrenholz am langen Pfosten nur wenige Millimeter zum Führungstreffer. Und das trotz Schuhgröße 48 – viel mehr Fuß kann man eigentlich kaum anbieten! Aber auch der große Schlappen kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball.
Der nächste Aufreger ließ nicht lange auf sich warten: Marvin Klaasen kam am langen Pfosten zum Abschluss, setzte den Ball allerdings knapp am Tor vorbei. Einige Zuschauer hatten bereits zum Jubel angesetzt, denn der Ball sprang von hinten gegen den Zaun und von dort ins Netz. Für einen kurzen Moment sah es tatsächlich so aus, als wäre die Führung gefallen. Die Ernüchterung folgte allerdings prompt – der Ball lag leider nur im Fangzaun und nicht im Tor.
Auch zwei weitere aussichtsreiche Überzahlsituationen nach Kontern hätten bei besserer Ausspielung durchaus für Gefahr sorgen können. Hier fehlte am Ende die letzte Präzision, um sich für den enormen Aufwand noch mit einem zweiten Treffer zu belohnen.
So blieb es beim 1:1. Ein Ergebnis, mit dem der SV Wahnebergen angesichts der Ausgangslage mehr als zufrieden sein darf – und das sich die Mannschaft absolut verdient hat

30 Okt
Wahnebergen verliert am Flutlicht-Freitagabend bei Fischerhude-Quelkhorn
